Energiesparschule
Ganz helle beim Reduzieren und Abschalten

Ein Männlein mit Glühbirnenkopf räkelt sich wohlig in der Sonne - so wirbt das „E-Logo“ (entworfen von einer Schülerin während der 1. „Energie-Projektwoche“) seit 1998 für das Energie-Sparen an der Franckeschule.
Die Schule beschloss 1998, sich mit zehn weiteren Schulen am Pilotprojekt „Erfolgsbeteiligung für nutzungsbedingtes Energie- und Wassersparen an Frankfurter Schulen“ zu beteiligen (mehr zum Thema. www.umweltlernen-frankfurt.de
Das Projekt verfolgt das Ziel, Wege der Energieeinsparung durch verändertes Nutzerverhalten zu erarbeiten. Die Hälfte der eingesparten Energie- und Wasserkosten erhält die Schule (zu je 50% der Schuzlhausverwalter und die Schule) zur eigenen Verwendung zurück. Die andere Hälfte wird vom Hochbauamt für energiesparende Maßnahmen verwendet.
Als erstes wurde ein „E-Team“ gegründet. Zu ihm gehörten der Schulhausverwalter Vassilios Simos, die Lehrerinnen Back-Ahnert, Tiranno-Rötzel, Pieroth und Frau Lüdde als Mutter. Sie setzten das Energie- und Wassersparprojekt um.
Dazu gehörte zunächst eine Bestandsaufnahme : Es wurden Temperaturen gemessen, Lux-Werte ermittelt und Geräte aufgespürt, die Strom verbrauchten, aber gar nicht genutzt wurden (wenig genutzte Kühlschränke, Boiler, …)
Information und Bewusstseinsbildung waren die nächsten Aufgaben des E-Teams. Das Kollegium wurde ebenso wie die Schüler über „richtiges Lüften“ (Stoßlüften statt Dauerlüften) informiert. Lichtbänder wurden in den Klassen gekennzeichnet und es wurde dafür sensibilisiert, während des Unterrichtsvormittags zu überprüfen, ob die eingeschaltete Beleuchtung noch in vollem Umfang nötig ist. In jeder Klasse wurden Energiespar-Tipps ausgehängt, Klassensprecher/innen instruiert, Unterricht zum Thema veranstaltet und vieles weitere mehr. Die Aufbauarbeiten waren geschafft, erste Kämpfe mit der Bürokratie überwunden, das nötige Know-How war erworben, und schon bald stellten sich die ersten Erfolge ein.
Aber das war uns Energie-Engagierten nicht genug! Im Jahre 2000 entstand die Idee unter Leitung der Lehrerinnen Dietz und Severec (mit Herrn Simos Nachfolgerinnen des ersten E-Teams), Schülerinnen und Schüler als Energie-Detektive einzusetzen. Sie sollten zu einem eigenverantwortlichen umweltbewussten Handeln ermutigt werden, um wiederum andere zu ermutigen. Im Jahreszeitenwechsel werden seitdem alle Klassen unserer Schule regelmäßig besucht. In eine Checkliste kleben die Kinder für eingehaltene Energiespar-Tipps Smily-Aufkleber .
Die eingesparten Summen -durch Änderung des Nutzerverhaltens- können sich sehen lassen:
Im Zeitraum von 1998 bis 2010 wurden eingespart (witterungsbereinigte Daten)
|
Jahr |
Strom (kWh) |
Gas (kWh) |
Wasser (m3) |
Einsparprämie für |
|
1998 |
16.164 |
65.580 |
0 |
1761 DM |
|
1999 |
19.040 |
102.456 |
-41 |
2380 DM |
|
2000 |
16.400 |
83.501 |
302 |
2760 DM |
|
2001 |
20.501 |
119.723 |
46 |
3169 DM |
|
2002 |
17.611 |
117.107 |
-111 |
1327 € |
|
2003 |
24.092 |
119.422 |
103 |
1970 € |
|
2004 |
23.315 |
141.046 |
196 |
2089 € |
|
2005 |
22.073 |
87.454 |
71 |
2173 € |
|
2006 |
23.160 |
91.698 |
162 |
2266 € |
|
2007 |
22.073 |
87.454 |
71 |
2178 € |
|
2008 |
22.853 |
157.036 |
186 |
3997 € |
|
2009 |
23.930 |
131.995 |
302 |
3431 € |
|
2010 |
21.074 |
214.637 |
198 |
4245 € |
Mehr Zahlen auf: http://www.energiemanagement.stadt-frankfurt.de/
Auch finanziell hat sich die Teilnahme der Schule an diesem Projekt rentiert. In diesem Zeitraum sind rund 30.000€ zurück an die Schule geflossen. Gekauft werden konnte davon unter anderem ein Drei-Stufen-Reck, das seitdem unseren Schulhof um eine Spielmöglichkeit erweitert hat.
Geplant ist ein weiteres Spielgerät, die sogenannte "Supernova", die hoffentlich noch im Jaht 2011 vom eingesparten Geld auf unserem Schulhof errichtet werden kann.
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